L1 System Der Klang. Die Form. Die Zukunft.
L-Acoustics hat eben das L1 System und den dazugehörigen Cardioid-Subwoofer CS1 vorgestellt. Das L1 basiert auf der von L-Acoustics patentierten Progressive Ultra-Dense Line Source (PULS)-Technologie und setzt damit einen neuen absoluten Massstab für Stadion-Soundsysteme, welche auf den grössten Bühnen der Welt zum Einsatz kommen werden.
L1 setzt neue Massstäbe für Line-Array-Systeme.
Während frühere grossformatige Systeme nur geringfügige Verbesserungen erzielten, erreicht L1 eine deutlich höhere Dichte an Wandlern in einem effizienten Formfaktor. Jedes Gehäuse integriert zwei seitlich montierte 18″-LC-Schallwandler (Low Cardioid) für optimale Schallabsorption nach vorn und effektive Rückwärtsdämpfung, vier nach vorn gerichtete 15″-Tieftöner, acht 8″-Mitteltöner und sechs koaxiale 4″+2,5″-Hochton-Kompressionstreiber. Diese neue koaxiale Hochtonkonfiguration der L-Serie erhöht den Schalldruckpegel und die Reichweite.
Das Ergebnis ist ein maximaler SPL bei L1 von 160 dB pro Gehäuse über die gesamte Bandbreite von 35 Hz bis 20 kHz. Dies entspricht einem erstklassigen SPL pro Grösse, Kilogramm und Quadratmeter. Das zugehörige L1D-Element mit 155 dB und mit breitem vertikalem Abstrahlwinkel ist optimal auf diese Wandler-Architektur abgestimmt und bietet ein progressives vertikales Abstrahlverhalten von 60 Grad für den Nahfeldbereich.
Die integrierte Nierencharakteristik von L1 und CS1 revolutioniert das Lärmmanagement.
Bei Grossproduktionen in urbanen Umgebungen, Festivals mit mehreren Bühnen und lärmempfindlichen Veranstaltungsorten stellt die Beschallung tiefer Frequenzen eine der grössten technischen Herausforderungen dar. Das L1-System begegnet diesem Problem bereits auf der Planungsebene. Die seitlich angebrachten 18-Zoll-LC-Schallwandler ermöglichen die patentierte Nierencharakteristik von L-Acoustics im Tieftonbereich und bieten eine Rückwärtsdämpfung von bis zu 18 dB zwischen 20 und 250 Hz sowie über 26 dB unterhalb von 80 Hz. Die Tieftonenergie wird auf das Publikum konzentriert; Übersprechen hinter dem Array wird an der Quelle minimiert. Sounddesigner können zwischen dem Nierenmodus für maximale Rückwärtsdämpfung und dem Supernierenmodus für erweiterte seitliche Dämpfung wählen.
Eine neue Ära grossformatiger Subwoofer
Der neue CS1 erweitert dieses Prinzip auf den Subbassbereich. Mit vier 21-Zoll-Schallwandlern in Nierenanordnung liefert CS1 einen maximalen Schalldruckpegel von bis zu 150 dB und erweitert die Bandbreite bis hinunter zu 25 Hz. Bei Gross-Festivals, wo Interferenzen benachbarter Bühnen eine ständige Herausforderung für die Toningenieure darstellen, liefert der CS1 die erforderliche Subbass-Power und -Dynamik und bewahrt gleichzeitig die akustische Integrität auf dem gesamten Gelände.
Die nächste Stufe Autofilter
Der Autofilter-Algorithmus der neuen Generation erweitert diese Kontrolle um eine dritte Dimension. Er arbeitet mit der L-Acoustics Soundvision Software zusammen und formt den Tieftonbereich eines L1-Arrays so, dass er die Tieftonwiedergabe eines deutlich längeren, herkömmlichen professionellen Soundsystems mit vergleichbarer Leistung bis hinunter zu 20 Hz erreicht – und in vielen Konfigurationen sogar übertrifft – ohne zusätzliche Latenz. Ein einziger Klick im gewohnten Workflow genügt. Das Ergebnis ist eine höhere tonale Balance im gesamten Raum und eine spürbar geringere Tieftonstreuung von vorne nach hinten.
Flexible Abstrahlcharakteristiken
Die horizontale Richtwirkung wird durch zwei Panflex-Module pro Gehäuse gesteuert und bietet symmetrische Abstrahlcharakteristiken von 70° und 90° sowie einen asymmetrischen Modus von 80°. L1D erweitert die Optionen auf symmetrische Abstrahlcharakteristiken von 110° oder 70° und asymmetrische Abstrahlcharakteristiken von 90° für die Nahfeldabdeckung. Die vertikale Steuerung ist in die vorgeformte, progressive Geometrie von L1 integriert, mit einer Kopplung zwischen den Elementen von 0,8° für Festivalformate mit großer Reichweite und 5° für Arenen und komplexe Zuschauerprofile.
L1-System: Dreimal schnellerer Aufbau
Bei Tourneeproduktionen ist die Wirtschaftlichkeit des Aufbaus ebenso wichtig wie die akustische Leistung. Eine Konfiguration aus zwei CS1, vier L1 und einem L1D bietet die akustische Leistung eines 21-elementigen K1-Standardsystems – mit 66 % weniger Montageaufwand, weniger Hebevorgängen, weniger Kabeln und einer kompakteren Bauweise, die sich nahtlos in Bühnen- und Videostrukturen einfügt. Die Gewichtsersparnis ist ebenso beachtlich. Fünf Gehäuse ersetzen fünfzehn und wiegen aufgebaut 20 % weniger. Ein Haupt-Hang aus vier L1 und einem L1D wiegt 1.263 kg, während ein vergleichbares K1-System 15 Gehäuse mit einem Gewicht von 1.590 kg über Kopf benötigen würde, um die gleiche Leistung zu erzielen. Das automatische Verriegelungssystem für die Traversen benötigt keine externen Stifte. Ein einzelnes SC32-Kabel verbindet den Verstärkercontroller mit jedem Gehäuse.
Clevere Leistungsversorgung
Jedes L1-Gehäuse wird von einem dedizierten LA7.16- Verstärkercontroller mit 16 diskreten DSP- und Verstärkungskanälen – einem pro Akustikelement – angesteuert. Dadurch können Autofilter und Nierencharakteristik-Management elementweise im gesamten Traversensystem genutzt werden. Der LA7.16 wird im LA-RAK III Touring-Rack montiert: 48 Verstärkungskanäle in 9 HE, Milan-AVB-kompatibel, mit einer Leistung von über 60.000 Watt pro Rack.

